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  • Jacqueline Christ
  • 24. März
  • 1 Min. Lesezeit

Es gibt Beziehungen, die haben keinen klaren Namen. Sie sind nicht mehr ganz das, was sie einmal waren. Aber sie sind auch viel zu wertvoll, um einfach zu verschwinden.


Heute war ich bei meiner Schwägerin. Und während wir zusammen sassen, geredet, gelacht haben, war da dieses warme Gefühl.


Vertraut. Echt. Wie Familie.


Und dann kam er. Dieser kleine Stich. Weil ich weiss: es ist nicht mehr meine Familie im klassischen Sinn. Ich gehöre nicht mehr ganz dazu. Nicht mehr so wie früher.


Und trotzdem… irgendwie doch.


Ich habe mit ihnen Erinnerungen gesammelt. Wir haben Feste gefeiert, Abschied genommen von geliebten Menschen, viele Momente gemeinsam getragen – und viele Tage zusammen auf Campingplätzen verbracht.


Das verschwindet ja nicht einfach.


Und vielleicht ist genau das die Wahrheit: Familie ist nicht nur das, was auf dem Papier steht. Familie ist das, was bleibt, obwohl sich alles verändert.


Ich bin unglaublich dankbar, dass ich diese Menschen weiterhin in meinem Leben haben darf. Dass es keine harten Schnitte gibt. Kein „entweder oder“.


Sondern ein „anders“. Ein leiseres. Ein vorsichtigeres. Aber immer noch ein echtes.

Ja, es tut manchmal weh. Dieses Gefühl, nicht mehr ganz dazuzugehören. Aber gleichzeitig ist da so viel Liebe. So viel Respekt. So viel Geschichte.


Das ist das Leben. Nicht perfekt. Nicht klar. Aber voller Verbindungen, die bleiben dürfen – auch wenn sie sich verändern. Oder eben: zwischen zwei Welten - und trotzdem verbunden.


Titisee

 
 
 

Heute ist Vatertag. Und ganz ehrlich: er geht oft ein bisschen unter.


Der Muttertag wird gefeiert, geplant, gepostet, zelebriert.Blumen, Frühstück ans Bett, Bastelgeschenke aus der Schule. Und der Vatertag? Der ist oft… leiser. Väter sind die stillen Helden.


Ich habe das grosse Glück sagen zu können: Meine Kinder haben den besten Vater der Welt.


Auch wenn wir es als Paar nicht geschafft haben.


Und ja, das darf man genau so sagen. Denn das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Eine Beziehung kann scheitern. Aber Elternschaft? Die bleibt. Und sie zeigt sich oft erst dann, wenn es nicht mehr einfach ist.


Ich sehe, wie er sich bemüht. Wie er da ist. Wie er zuhört, organisiert, mitträgt, auffängt. Nicht perfekt. Aber echt. Und konstant.

Und genau das ist es, was zählt.


Es gibt so viele Väter, die genau das tun. Die nicht im Rampenlicht stehen. Die keine grossen Worte machen. Aber jeden Tag Verantwortung übernehmen. Die ihre Kinder lieben – auf ihre Art. Die präsent sind, auch wenn das Leben kompliziert ist. Die bleiben, auch wenn es einfacher wäre zu gehen.


Das verdient Anerkennung.

Nicht nur heute. Aber heute ganz besonders. Denn gute Väter sind kein Selbstverständnis. Und sie sind unglaublich wertvoll. Für unsere Kinder. Für ihre Entwicklung. Für ihr Gefühl von Sicherheit und Zuhause.


Ich bin dankbar. Nicht, weil alles perfekt ist. Sondern weil er da ist. Weil meine Kinder wissen: da ist jemand, der sie trägt.


Und vielleicht liest das heute ein Vater. Dann möchte ich dir sagen: Du machst mehr richtig, als du denkst. Deine Kinder brauchen keinen perfekten Vater, sie brauchen dich.


Und vielleicht liest das heute auch eine Mama, die – so wie ich – nicht mehr mit dem Vater ihrer Kinder zusammen ist. Dann ist das hier für dich: Es ist wichtig, dankbar zu sein. Auch wenn es anders gekommen ist, als du es dir gewünscht hast.


Denn am Ende zählt nicht, wie eure Geschichte als Paar ausgegangen ist. Sondern wie eure Geschichte als Eltern weitergeht. Und wenn da Respekt ist, Einsatz, Liebe für die Kinder, dann ist das etwas unglaublich Wertvolles.


Vatertag

 
 
 
  • Jacqueline Christ
  • 18. März
  • 2 Min. Lesezeit

Heute war ich motiviert. So richtig. Ich bin aufgewacht und dachte mir: Heute bleib ich ruhig. Heute stress ich mich nicht. Heute lass ich mich nicht aus der Bahn werfen. Spoiler: Das war um 07:03 Uhr vorbei.


06:59 Uhr. „Maaaaaami, de Jamie neeervt!“

07:00 Uhr: "Mini Brülle isch dräckig!"

07:02 Uhr. Der eine will Toast. Der andere will kein Toast. Und auch sonst nichts. Oder vielleicht doch. Er weiss es nicht. Der Hund bellt.

07:03 Uhr. Du stehst in der Küche und fragst dich kurz: War ich nicht vor ein paar Minuten noch ein anderer Mensch?


Und genau hier passiert etwas, das wir alle kennen. Dieser kleine Moment, in dem der Tag kippt. Nicht dramatisch, nicht schlimm, aber einfach… voll. Zu viel Input auf einmal. Zu viele kleine Dinge, die gleichzeitig passieren. Und du mittendrin.


Wir haben oft dieses Bild im Kopf. Die ruhige Mama. Die entspannte Mama. Die, die alles im Griff hat. Aber ganz ehrlich: Der Morgen ist kein Wellnessprogramm. Der Morgen ist ein Gruppenevent mit unklarer Führung. Und du versuchst einfach, alle irgendwie durchzubringen.


Trotzdem glauben wir jeden Tag wieder daran, dass es heute anders läuft. Weil wir diesen einen Tag kennen, an dem alles halbwegs funktioniert hat. Und dann denken wir: Das müsste doch jeden Tag so gehen. Tut es aber nicht. Und das ist kein persönliches Versagen. Das ist Alltag.


Vielleicht geht es auch gar nicht darum, den ganzen Tag ruhig zu bleiben. Vielleicht reicht es, wenn du nach dem dritten „Mamiiiii“ noch halb nett antwortest. Wenn du einmal tief durchatmest, statt sofort zu explodieren. Wenn du es schaffst, zwischendurch über dich selbst zu lachen.


Das ist auch Ruhe. Nur nicht diese perfekte, stille Instagram-Ruhe. Sondern eine echte, lebendige Version davon.


Und irgendwann stehst du da. Mit deinem zweiten Kaffee in der Hand, grob zerzaust, leicht genervt, und merkst: Eigentlich habe ich das gar nicht so schlecht gemacht.


„Heute bleib ich ruhig“ ist kein Zustand. Es ist ein Versuch. Ein liebevoller, menschlicher Versuch. Und wenn er um 07:03 Uhr scheitert, dann fängst du halt um 07:45 Uhr einfach nochmal an.


Gestresster Morgen

 
 
 
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