top of page
  • Jacqueline Christ
  • 5. Feb.
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 6. Feb.

Es gibt Momente im Leben, die sich nicht wie ein Neuanfang anfühlen. Eher wie ein Abriss.


Wenn ein Partner geht – oder eine Beziehung endet, die man sich anders vorgestellt hat – verliert man nicht nur einen Menschen. Man verliert Pläne. Rituale. Sicherheiten. Man verliert das Bild von dem Leben, das man wollte. Und manchmal auch ein Stück von sich selbst.


Du wolltest das nicht. Und trotzdem ist es jetzt so.

Viele Menschen trennen sich nicht, weil sie allein sein wollen. Sondern weil das Alleinsein irgendwann weniger weh tut als das Bleiben.

Du wolltest Familie. Du wolltest ein Zuhause mit „wir“. Du wolltest teilen – Verantwortung, Alltag, Müdigkeit, Freude.

Und plötzlich stehst du da. Mit Kindern. Mit Verpflichtungen. Mit Entscheidungen. Und ohne den Menschen, mit dem das alles einmal gemeinsam gedacht war.

Das fühlt sich unfair an. Und manchmal auch einfach nur leer.


Allein sein heisst nicht stark sein müssen.

Allein sein wird oft romantisiert. Als Selbstverwirklichung. Als Freiheit. Als Power-Move.

Die Wahrheit ist: Allein sein ist zuerst einmal roh.

Du musst plötzlich alles selbst tragen. Nicht nur organisatorisch – sondern emotional. Du bist diejenige, die entscheidet. Die auffängt. Die nachts wach liegt. Die morgens trotzdem funktioniert.


Und genau hier beginnt etwas, das leise ist. Aber mächtig.


Allein sein zwingt dich, dir selbst zu begegnen

Wenn niemand mehr da ist, an dem du dich orientierst, wenn niemand mehr deine Rolle definiert, wenn niemand mehr sagt, wer du bist oder sein solltest –

dann bleibst du übrig.

Mit deinen Ängsten. Deinen Wünschen. Deiner Müdigkeit. Deiner Stärke.

Allein sein ist kein Ziel. Aber es ist ein Raum.

Ein Raum, in dem du dich nicht ablenken kannst. In dem du nicht funktionierst für jemand anderen. In dem du lernst, dich selbst ernst zu nehmen.


Deine Kinder sehen mehr, als du denkst

Kinder brauchen keine perfekte Familie. Sie brauchen echte Menschen.

Sie sehen, wie du fällst. Aber sie sehen auch, wie du wieder aufstehst.

Sie lernen von dir nicht, wie man alles richtig macht – sondern wie man sich selbst nicht verliert, wenn das Leben anders kommt als geplant.

Indem du dich auf dich fokussierst, zeigst du ihnen etwas Unbezahlbares:

  • dass Liebe nicht Selbstaufgabe ist

  • dass Nähe nicht Abhängigkeit bedeutet

  • dass ein Mensch auch allein vollständig sein kann


Selbständigkeit ist kein Verrat an deinen Träumen

Du verrätst deinen Wunsch nach Familie nicht, nur weil du lernst, allein zu stehen.

Im Gegenteil. Du ehrst ihn – indem du dir selbst treu bleibst. Indem du dich nicht kleiner machst, um irgendwo hineinzupassen. Indem du dich nicht verlierst, nur um nicht allein zu sein.

Sich selbst lieben lernt man nicht im Applaus. Sondern in den stillen Momenten, in denen man bleibt, auch wenn es schwer ist.


Mamibalance bedeutet nicht: alles im Griff haben

Mamibalance bedeutet:

  • dich selbst nicht aufzugeben

  • dich wieder zu spüren

  • deine Mitte neu zu bauen

Nicht perfekt. Nicht schnell. Aber ehrlich.

Du darfst trauern um das, was nicht geworden ist. Und trotzdem langsam wachsen in dem, was jetzt möglich wird.

Du bist nicht gescheitert. Du bist unterwegs.

Und vielleicht ist dieses Alleinsein nicht das Ende deiner Geschichte, sondern der Moment, in dem du dich selbst endlich wiederfindest.



 
 
 

Aktualisiert: 5. Feb.

Es gibt Tage, da beginnt der Morgen mit drei verschiedenen Brotaufstrich-Wünschen, einem verlorenen Turnsack und der Tatsache, dass du selbst noch im Pyjama bist, während das Kind schon die Schuhe montiert. Willkommen im ganz normalen Familienwahnsinn – auch bekannt als: Montag bis Sonntag.


Ich sags dir ehrlich: Wenn ich keinen Humor hätte, würde ich wahrscheinlich schon seit 2008 nur noch heulen. Aber irgendwann habe ich beschlossen: Ich lache lieber. Nicht immer. Nicht sofort. Aber irgendwann ganz sicher.


Zum Beispiel (true Storys!):

  • Wenn das Kind endlich eingeschlafen ist – aber der Hund im selben Moment beschliesst, einen dramatischen Bellanfall zu bekommen.

  • Wenn ich zum fünften Mal dieselbe Socke aufhebe – diesmal mit einem Lied auf den Lippen, weil es mein Nervensystem sonst zerlegt.

  • Oder wenn mein Partner fragt: „Was kochen wir eigentlich am Wochenende?“ und ich kurz überlege, ob ich auswandern oder einfach kurz schreiend wegrennen soll.


Denn weisst du was? Humor ist kein Verdrängen. Es ist ein Ventil. Eine Brücke. Ein kleiner Zaubertrick, der dich selbst nicht vergisst – auch wenn du gerade zwischen Wäschebergen und Hausaufgaben stehst.


Humor bedeutet: Ich nehme mich selbst nicht zu ernst, auch wenn meine Aufgaben verdammt ernst sind.

Humor bedeutet: Ich darf über das Chaos lachen, weil ich weiss, wie viel Liebe dahinter steckt.

Humor bedeutet: Ich bin stark – aber nicht starr. Ich bin weich – aber nicht wackelig.

Und manchmal bedeutet Humor einfach nur: Ich schreibe eine Nachricht an meine Freundin mit dem Inhalt „Ich bin durch“ – und sie antwortet: „Ich bring Chips und Wein, wir lachen uns da raus.“


Also: Lach. Über dich. Über die Kids. Über das Leben. Nicht, weil alles lustig ist – sondern weil du stark bist. Und weil ein Leben mit Kindern kein Hochglanz-Magazin ist. Sondern eher ein Bastelheft mit Kaffeeflecken, eingeklebten Erinnerungen und jeder Menge Glitzer. Und manchmal auch mit einem Kaugummi auf Seite 3.


Lass den Humor rein. Und atme aus. Du machst das nämlich ziemlich grossartig.



 
 
 
  • Jacqueline Christ
  • 4. Juni 2025
  • 1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 5. Feb.

Nicht der erste Kaffee am Tag, sondern der erste heisse. Kein halb verschluckter Schluck zwischen „gschwind no d WC-Rolle wechsle“ und „de Hund set no bisle“, sondern eine echte, dampfende Tasse.


Ein Moment, der nicht unterbrochen wird von klebrigen Kinderhänden, spontanen Bastelideen oder dem Klassiker: „Maaami, ich ha Hunger!“ – sondern einfach dir gehört.


So winzig im Kalender. Und trotzdem riesengross im Herzen.


Me-Time beginnt genau hier

Wir Mamis warten oft auf den richtigen Moment für Me-Time. Auf die perfekten Bedingungen, den aufgeräumten Haushalt, das freie Wochenende.Und dabei verpassen wir sie – diese kleinen Fenster, die sich plötzlich öffnen:

  • Wenn alle Kinder ausnahmsweise gleichzeitig beschäftigt sind

  • Wenn du im Auto sitzt und niemand was will

  • Oder eben: wenn der Kaffee noch heiss ist


Das ist keine Kleinigkeit. Das ist ein Statement.


Denn dieser Kaffee sagt: Du zählst. Dein Moment zählt. Du darfst geniessen – auch mitten im Alltag.

Und vielleicht ist es kein Kaffee, sondern eine Dusche ohne Zuschauer. Zehn Seiten im Buch. Musik in der Küche. Ein kurzer Spaziergang.


Diese Mini-Me-Times sind wie kleine Aufladestationen für die Mami-Batterie. Kein Luxus, sondern Notwendigkeit.


Die wahre Heldin trinkt heiss. Oder zumindest lauwarm.


Vergiss die Instagram-Version von Me-Time mit Kerzen, Schaumbad und Meeresrauschen. Du bist im echten Leben – und da zählt jeder kleine Sieg.

Und heute, meine Liebe, war dein Sieg: Du hast deinen Kaffee heiss getrunken.

Das ist nicht nichts. Das ist: Superkraft mit Stil.

Der Kaffee war heiss - ich wiederhole: der Kaffee war heiss!

Lust auf mehr solche kleinen Alltags-Superkräfte? Dann bleib dran – oder trink erstmal noch einen heissen nach. Du hast ihn dir sowas von verdient.


Eine heisse Tasse Kaffee

 
 
 
  • Instagram

© 2026 by Jacqueline Christ MamiBalance. Powered and secured by Wix. 

IMPRESSUM

bottom of page