Es gibt Umarmungen – und es gibt Umarmungen
- Jacqueline Christ
- 6. März
- 1 Min. Lesezeit
Kennst du diese Umarmungen, die kaum länger als eine Sekunde dauern?
Ein kurzes „Hoi“, ein schneller Knuddler, und dann geht jeder wieder seines Weges. Nett, freundlich – aber irgendwie bleibt nichts davon wirklich hängen.
Und dann gibt es diese anderen Umarmungen.
Die, bei denen dich jemand wirklich festhält. Nicht nur kurz berührt, sondern richtig umarmt. Arme um dich, ein Moment Stille, vielleicht ein tiefes Durchatmen – und plötzlich merkst du, wie sich etwas in dir entspannt.
Als würde jemand sagen: Du bist nicht allein.
Eine ehrliche, feste Umarmung kann unglaublich viel geben. Wärme. Ruhe. Kraft. Manchmal sogar mehr als hundert gut gemeinte Worte.
Und das ist nicht nur ein Gefühl – dafür gibt es tatsächlich einen medizinischen Grund.
Wenn wir uns länger als 5 Sekunden umarmen, schüttet unser Körper das Hormon Oxytocin aus. Man nennt es auch das Bindungs- oder Kuschelhormon. Es entsteht bei Nähe, Berührung und Vertrauen zwischen Menschen. Dieses Hormon sorgt dafür, dass wir uns sicherer, ruhiger und verbunden fühlen. Gleichzeitig sinkt im Körper der Spiegel des Stresshormons Cortisol, wodurch sich unser Nervensystem beruhigt.
Mit anderen Worten: Eine echte Umarmung kann unseren Körper tatsächlich entspannen.
Gerade an Tagen, an denen der Kopf voll ist oder das Herz etwas schwerer als sonst, kann so ein Moment unglaublich viel verändern. Nicht, weil plötzlich alle Probleme verschwinden. Aber weil man sich für einen Augenblick getragen fühlt.
Ich glaube, wir unterschätzen oft, wie viel Nähe und echte Verbindung bewirken können. Wie viel Kraft in etwas so Einfachem steckt.
Vielleicht sollten wir uns öfter trauen, genau solche Umarmungen zu geben.
Nicht hastig. Nicht halbherzig. Sondern ehrlich. So richtig. Mit Wärme. Mit Herz.
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