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Glimmers statt Trigger – warum dein Alltag mehr Licht hat, als du denkst

  • Autorenbild: Jacqueline Christ
    Jacqueline Christ
  • vor 1 Tag
  • 2 Min. Lesezeit

Trigger kennen wir alle. Als Mama sogar im Multipack.

Das falsche Wort im falschen Moment. Das umgekippte Glas. Das „Maaaami!“ zum exakt unpassendsten Zeitpunkt. Der Blick auf die To-do-Liste um 21:47 Uhr.

Unser Nervensystem ist schnell. Es scannt Gefahren. Stress. Druck. Überforderung. Das ist biologisch sinnvoll. Der sogenannte Negativitätsbias sorgt dafür, dass wir potenzielle Bedrohungen schneller wahrnehmen als schöne Momente. Evolutionär top. Für den Familienalltag? Mittelmässig hilfreich.


Aber kennst du auch das Gegenteil von Trigger?

Es nennt sich Glimmers.


Glimmers sind Mini-Momente von Sicherheit, Wärme und Freude. Sie sind klein. Unspektakulär. Fast unscheinbar. Also quasi Glimmers im Alltag. Und genau deshalb übersehen wir sie so oft.

Ein Glimmer ist:

– Der erste Schluck Kaffee, der tatsächlich noch heiss ist.

– Dein Kind, das dir plötzlich sagt: „Mami, du bisch die Bescht.“

– Dein Hund, der seinen Kopf schwer auf deinen Schoss legt.

– Ein Sonnenstrahl in deiner Küche.

– Der Moment, in dem du merkst: Ich habe das heute irgendwie geschafft.


Glimmers aktivieren dein parasympathisches Nervensystem – also den Teil, der für Ruhe, Sicherheit und Regeneration zuständig ist. Sie signalisieren deinem Körper: Du bist nicht in Gefahr. Es ist okay.


Und jetzt kommt der entscheidende Punkt:

Dein Gehirn verstärkt, worauf du deinen Fokus richtest.

Das nennt sich neurobiologische Aufmerksamkeitslenkung. Wenn du bewusst beginnst, Glimmers wahrzunehmen, trainierst du dein Nervensystem auf Sicherheit statt auf Dauer-Alarm.


Nein, das ist keine rosarote-Brille-Positivität. Es ist Training.


Ich hatte früher viele Trigger. (Ich habe heute noch manche.) Vor allem in Zeiten von Umbruch. Trennung. Neu anfangen. Alleine organisieren. Verantwortung tragen. Es gab Tage, da hätte ich locker zehn Dinge aufzählen können, die nicht funktioniert haben.


Heute mache ich etwas anderes. Ich sammle Glimmers.

Zum Beispiel:

– Wenn ich merke, dass ich Dinge alleine lösen kann.

– Wenn ich Hilfe annehme, statt alles selbst zu tragen.

– Wenn ich abends in meiner Wohnung sitze und denke: Das ist mein Leben. Und ich baue es mir neu.

– Wenn ich über mich selbst lache, weil ich wieder einmal etwas komplett nicht zu Ende gedacht habe

– und trotzdem eine Lösung finde.


Als Mama wirst du Trigger nicht los. Das ist illusorisch. Aber du kannst entscheiden, ob sie die Hauptrolle spielen.


Vielleicht ist dein Alltag nicht voller Stress. Vielleicht schaust du nur am falschen Ort.


Mach heute ein Experiment.

Such dir drei Glimmers.

Nicht die grossen. Nicht die perfekten. Die kleinen.

Wo hast du heute kurz aufgeatmet? Wann hast du gelächelt? Was war leichter als gedacht?


Du brauchst kein perfektes Leben. Du brauchst trainierte Wahrnehmung.

Und wenn du ehrlich bist: Du findest immer eine Lösung. Als Mama sowieso.

Vielleicht ist genau das dein grösster Glimmer.


Glimmers

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